8. Historischer Stadtspaziergang in Elsterwerda anno 2019

Heimatverein Elsterwerda und Umgebung e. V. empfing mit großartigem Programm

 

Längst zur Tradition geworden ist der Geheimtip des „Historischen Stadtspazierganges Elsterwerda“ unter der Leitung der Vereinsvorsitzenden Anja Heinrich. Künstler, Laiendarsteller und zahlreiche Helfer machen dieses Kulturevent zu einem besonderen Erlebnis. Gemeinsam mit dem allseits bekannten Historienmeister Ralf Uschner, dem Stadtwächter Roland Lange und dem Stadtsoldaten Holger Posselt fand der Auftakt bei einem guten Wein von „Kellermeister“ Matthias John am historischen Gärtnerhaus statt. Drehbuch, Texte und Organisation sind für diesen Tag das Handwerkszeug von Anja Heinrich.

 

„Eine Wanderung mit der höfischen Jagdgesellschaft August des Starken“

 

Den Auftakt bildete das Bläserensemble der Kreismusikschule „Gebrüder Graun“ von Thomas Brünnich mit zünftigen Jagdliedern. Was wäre ein Stadtspaziergang ohne die Ankündigung der Benehmlichkeiten durch den Stadtsoldaten? Brachte er doch in gewohnter Weise die klaren Regeln während einer Wanderung heiter unters Volk. Die „Jagdgesellschaft“ wurde von August dem Starken im Innenhof des Schlosses empfangen mit unüberhörbarem Pferdegetrappel und ausreichend Kutschen. Nach den geschichtlichen und spannenden Einführungen in die Zeit der Jagdgesellschaften am sächsischen Hof durch Historienmeister Uschner wurden die Gäste empfangen durch „Die Rätin“ – eine besonders liebenswerte Repräsentantin des Puppentheaterfestivals Elbe Elster. Verwöhnt mit süßen Köstlichkeiten durch unsere bezaubernden Mägde und Knechte (Anke Kauschke, Heike Posselt, Annerose Schemmel, Tina und Marcel Haubold, Anke und Rico Beckstein, Beate Wilhelm, Christian Heinrich-Jaschinski, Jan-Philipp Heinrich und Tobias Nothing), führte der Wanderweg mit den Droschken in die Wälder des Hohenleipischer Loben. Empfangen von keinem geringeren, als dem Oberförster, Herrn Uwe Lewandowski lernten die Reisenden der Jagdgesellschaft viel über die Bedeutung des Moores und wurden unter dem Sternenzelt, entlang der durch die Waldgeister behutsam beleuchteten nächtlichen Waldwege, direkt zu den Mooren geführt. Ein Narr, welcher sich nicht hielte an die Mahnungen des berühmten Oberförsters! Der beherzten Jagdgesellschaft wurden sogleich Brote mit frischem Fett und fein gebrannter Waldschnaps geboten, begleitet inmitten tiefer nächtlicher Wälder durch das Bläserensemble. Gute Waldgeister zollten den Wanderern am Wegesrand ein „Weidmanns Heil!“ So führte der weg auch zur barocken Döllinger Kirche. Erhellt durch Kerzen und eingehüllt in Klaviermusik von Sebastian Pöschl entführte Historienmeister Ralf Uschner in die Entstehungszeit des historischen Gotteshauses. Ein besonderer Dank gilt der Oberförsterei in Hohenleipisch. Durch Uwe Lewandowski herzlich empfangen und informiert zu den Aufgaben und Herausforderungen der Forstbehörden in Brandenburg, sorgten die Mägde und Knechte für eine köstliche Überraschung aus dem Backhaus. Mitten unter dem Licht der Öllampen, Kerzen und des nächtlichen Sternenhimmels warb der Heimatverein mit seinen fröhlichen Knechten mit einem historischen Jobmarkt für freie Stellen als Lumpensammler, Abtrittsanbieter, Sandmann und als Scharfrichter. Mittels vierer Droschken ging es zurück in das Ackerbürgerstädtchen Elsterwerda zur Stadtpfarrkirche Sankt Catharina, wo bereits Antje Schaffranietz (Violine), Uli Zech (Gitarre) und Anja Heinrich (Lyrik) traditionell mit einer musikalischen Lesung aufwarteten. In gewohnter Herzlichkeit und Gastfreundlichkeit empfing Pfarrer Rene Herrmann die Jagdgesellschaft. Kaum ein einziger Platz blieb leer. Ein besonders herzlicher Dank gilt Pfarrerin Zott und dem Gemeindekirchenrat für die Zustimmung, das Gotteshaus zu so nächtlicher Stunde besuchen zu dürfen.

 

Der Jagdsaal für die Gesellschaft befand sich zur Überraschung aller direkt gegenüber im bekannten Ballsaal des Stadthauses. Erfüllt von Kerzenlicht, Barockmusik und dem Duft frischen Bratens beschloss man den 8. Historischen Stadtspaziergang weit nach Mitternacht.

 

Allen Unterstützern, Helfern, allen Gästen und Zuschauern, dem Team vom Elbe Elster TV, Herrn Frank Claus von der Lausitzer Rundschau, dem WochenKurier sagen wir Dank für diesen wundervollen Abend anno 2019 und freuen uns auf ein Wiedersehen im kommenden Jahr.

 

Vorstand Heimatverein Elsterwerda und Umgebung e. V.

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